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Das 3D-Stift-Glossar: Begriffe einfach erklärt

Filament, PCL, EN 71, Vorschub: Wer sich zum ersten Mal mit 3D-Stiften beschäftigt, stößt auf eine Handvoll Fachbegriffe, die überall vorausgesetzt und selten erklärt werden. Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe in einfacher Sprache, alphabetisch sortiert, jeder in wenigen Sätzen. Es eignet sich zum Nachschlagen zwischendurch genauso wie zum einmaligen Durchlesen vor dem Kauf.

Aktualisiert: Juni 2026

Kurz gesagt

Wie du dieses Glossar nutzt

Jeder Begriff ist in wenigen Sätzen erklärt, ohne Vorwissen und ohne Werbesprache. Die Einträge stehen alphabetisch, und wo ein Thema eine eigene Seite verdient, ist sie verlinkt: die Sicherheit auf Ist es sicher?, die Materialien auf Filamente erklärt, die Folgekosten auf Nachfüllungen. Fehlt dir ein Begriff, schreib uns an [email protected], wir ergänzen ihn.

3D-Stift

Ein Stift, der ein Kunststoff-Filament im Inneren erwärmt, weich macht und an der Spitze abgibt. Das Material wird in Sekunden fest, so lassen sich Linien auf Vorlagen und in die Luft zeichnen und zu dreidimensionalen Objekten verbinden. Kindgerechte Modelle arbeiten mit niedrig schmelzendem PCL, im Prinzip eine kindgerechte, viel kühlere Verwandte der Klebepistole.

ABS

Acrylnitril-Butadien-Styrol, ein sehr robuster Kunststoff, aus dem auch klassische Klemmbausteine bestehen. In der 3D-Welt verlangt ABS die höchsten Verarbeitungstemperaturen, im Bereich bis etwa 300 Grad an der Düse, und gute Belüftung. ABS ist ein Material für Erwachsenengeräte und gehört nicht in einen Kinderstift.

Akku

Der eingebaute Energiespeicher eines kabellosen 3D-Stifts. Ein Akku macht das Arbeiten frei von der Steckdose, muss aber geladen werden. Bei Pen'Up hält der Akku etwa 1 Stunde, und der Stift lässt sich während des Ladens weiter nutzen, das Projekt muss also nie unterbrochen werden.

Automatische Abschaltung

Eine Funktion, bei der der Stift nach einigen Minuten ohne Nutzung in einen Ruhezustand wechselt und abkühlt. Praktisch im Familienalltag, weil ein liegen gelassener Stift nicht unbemerkt warm bleibt. Beim Kauf lohnt der Blick, ob das Modell eine solche Abschaltung oder einen Standby hat.

CE-Kennzeichnung

Die Kennzeichnung, mit der ein Hersteller erklärt, dass sein Produkt den geltenden EU-Vorgaben entspricht. Sie ist eine Erklärung des Herstellers, kein unabhängiges Prüfsiegel. Aussagekräftiger wird sie in Kombination mit einer echten Prüfung, etwa nach der Spielzeugnorm EN 71. Pen'Up ist CE-konform und EN71-geprüft.

Düse

Die Öffnung an der Spitze des Stifts, aus der das weich gemachte Filament austritt. Sie ist der wärmste Punkt des Geräts: bei Niedertemperatur-Stiften warm statt heiß, bei Hochtemperatur-Geräten für PLA und ABS mit etwa 200 bis 300 Grad gefährlich heiß. Auch bei kindgerechten Stiften gilt: kein Dauerkontakt mit der Spitze.

Durchmesser (1,75 mm)

Die Dicke des Filament-Strangs. Sie muss zum Stift passen, sonst greift der Vorschub nicht oder der Kanal verstopft. Das gängige Maß bei 3D-Stiften ist 1,75 Millimeter, auch die Fil'Up Nachfüllungen von Pen'Up haben diesen Durchmesser. Beim Nachkauf immer auf die Angabe achten.

EN 71

Die europäische Norm für die Sicherheit von Spielzeug. Sie deckt unter anderem mechanische, physikalische und chemische Aspekte ab, etwa Kleinteile, Kanten und Materialzusammensetzung. Ein nach EN 71 geprüftes Produkt wurde gegen diese Anforderungen getestet. Pen'Up ist EN71-geprüft, bei anderen Modellen lohnt die Frage nach einem Nachweis.

Extrusion

Der Fachbegriff für das, was ein 3D-Stift ständig tut: Material durch eine Öffnung pressen. Das Filament wird im Stift weich gemacht und durch die Düse geschoben, wo es als feine Linie austritt. Auch 3D-Drucker arbeiten nach diesem Prinzip, nur führt dort eine Maschine die Düse statt einer Hand.

Feinmotorik

Das Zusammenspiel der kleinen Muskeln in Hand und Fingern, die Grundlage für Schreiben, Schneiden und Knöpfen. Ein 3D-Stift trainiert sie nebenbei: Druck dosieren, die Spitze gleichmäßig führen, einer Linie folgen. Was das für die Entwicklung bedeutet, mit Quellen und ehrlichen Grenzen, steht auf der Seite Vorteile.

Filament

Der Kunststoff-Strang, mit dem ein 3D-Stift arbeitet, sein Verbrauchsmaterial, vergleichbar mit der Tinte eines Füllers. Filamente unterscheiden sich im Material (PCL, PLA, ABS), im Durchmesser und in der Qualität. Die wichtigste Regel: nur das Filament verwenden, das zum Stift passt, ein ungeeignetes kann ihn verstopfen oder beschädigen.

Fil'Up

Die Nachfüllungen von Pen'Up: Niedertemperatur-PCL auf 10-Meter-Spulen mit 1,75 Millimetern Durchmesser, für den Stift gemacht und in verschiedenen Farben auf penup3d.com erhältlich. Der Name steht also nicht für ein eigenes Material, sondern für das abgestimmte PCL-Filament der Marke.

Freistehendes Bauen

Das Zeichnen in die Luft, ohne Vorlage und Unterlage: Die Linie wird direkt im Raum geformt und trägt sich nach dem Festwerden selbst. Es ist die Königsdisziplin am 3D-Stift und gelingt meist ab etwa 8 bis 9 Jahren, nach einer Lernphase mit flachen Formen. Der Zwischenschritt: flache Teile bauen und zu 3D-Objekten verbinden.

Geschwindigkeitsregler

Eine Einstellung, mit der sich steuern lässt, wie schnell das Material aus der Spitze kommt. Langsame Stufen erleichtern Anfängern präzise Linien, schnellere Stufen füllen Flächen zügiger. Nicht jedes Modell hat einen Regler, für den Einstieg ist er hilfreich, aber kein Muss.

Herstellergebundenes Filament

Nachschub, den es nur vom Hersteller des Stifts gibt, oft in speziellen Patronen oder Formaten. Das sichert die Passung, bindet aber an eine Quelle und deren Preise. Davon zu unterscheiden ist abgestimmtes Filament wie Fil'Up bei Pen'Up: vom Hersteller für den Stift gemacht, während Standard-PCL grundsätzlich ebenfalls passt. Mehr dazu auf der Seite Nachfüllungen.

Hochtemperatur-Stift

Ein 3D-Stift, der PLA oder ABS verarbeitet und dafür mit etwa 200 bis 300 Grad an der Düse arbeitet. Diese Geräteklasse ergibt harte, präzise Objekte und richtet sich an Jugendliche und Erwachsene. Für Kinder ist sie ungeeignet: Eine Berührung der Düse verursacht sofort eine Verbrennung.

Niedertemperatur-Stift

Ein 3D-Stift, der mit niedrig schmelzendem PCL arbeitet und deshalb warm statt heiß wird, die Kategorie, aus der ein Kinderstift kommen sollte. Wie warm die berührbare Oberfläche wird, unterscheidet sich je nach Modell: Pen'Up belegt 35 Grad im Labor, andere Kinderstifte liegen je nach Quelle eher um 60 Grad.

Oberflächentemperatur

Die Temperatur der Flächen, die ein Kind beim Arbeiten tatsächlich berühren kann, die wichtigste Sicherheitszahl eines 3D-Stifts. Entscheidend ist nicht nur die Höhe, sondern ob der Wert unabhängig geprüft oder nur angegeben ist. Pen'Up belegt 35 Grad an der Oberfläche im Labor, etwa Körpertemperatur. Ausführlich auf der Seite Ist es sicher?.

PCL

Polycaprolacton, das Material kindgerechter 3D-Stifte. PCL schmilzt schon bei etwa 60 Grad, deshalb kommen Niedertemperatur-Stifte ohne große Hitze aus. Es bleibt nach dem Austreten kurz formbar, verzeiht Fehler und ergibt weiche, bruchfeste Werke. Alle Details auf der Seite Filamente erklärt.

PLA

Polylactid, der Standardkunststoff des klassischen 3D-Drucks, gewonnen aus pflanzlicher Stärke. PLA ergibt harte, detailgenaue Objekte, braucht dafür aber etwa 200 Grad und mehr an der Düse. Es ist das Material von Druckern und Stiften für Jugendliche und Erwachsene und gehört niemals in einen Niedertemperatur-Kinderstift.

Räumliches Denken

Die Fähigkeit, sich Formen vorzustellen, sie im Kopf zu drehen und zu verstehen, wie Teile zusammenpassen. Die Forschung zeigt, dass sie sich mit Übung verbessert und spätere Erfolge in Naturwissenschaft und Mathematik vorhersagt. Bauen mit dem 3D-Stift gehört zu den Tätigkeiten, die sie trainieren, die Quellen dazu stehen auf der Seite Vorteile.

Schmelztemperatur

Die Temperatur, bei der ein Filament weich und formbar wird. Sie bestimmt, wie heiß ein Stift arbeiten muss: PCL schmilzt bei etwa 60 Grad, PLA und ABS erst bei etwa 200 bis 300 Grad. Nicht zu verwechseln mit der Oberflächentemperatur, also dem, was die Hand am Gerät tatsächlich spürt.

Spule

Die Rolle, auf der das Filament aufgewickelt ist. Die Menge wird in Metern oder Gramm angegeben, die Fil'Up Nachfüllungen von Pen'Up etwa kommen als 10-Meter-Spulen. Spulen lagern am besten trocken, bei Zimmertemperatur und ohne pralle Sonne, damit das Material nicht spröde wird.

Standby

Ein Ruhezustand, in den der Stift nach einigen Minuten ohne Nutzung wechselt und dabei abkühlt. Er verhindert, dass ein liegen gelassener Stift unbemerkt warm bleibt, und schont den Akku. Zusammen mit der automatischen Abschaltung ein kleines, praktisches Sicherheitsmerkmal im Familienalltag.

Verstopfung

Eine Blockade im Materialkanal, durch die kein Filament mehr austritt. Häufigste Ursache ist ungeeignetes Material, etwa Hochtemperatur-PLA in einem Niedertemperatur-Stift. Erste Hilfe: passendes, frisches Filament geduldig nachschieben, niemals mit Nadeln stochern oder das Gehäuse öffnen. Die Schritte im Detail auf der Seite Häufige Probleme.

Vorlage (Schablone)

Eine gedruckte Form, die das Kind mit dem Stift nachzieht, meist unter einer glatten Folie oder auf einer Unterlage, an der das Material nicht klebt. Vorlagen machen den Einstieg leicht: Umriss nachziehen, Fläche füllen, abziehen, fertig. Viele Sets liefern Vorlagen mit, eigene lassen sich einfach zeichnen.

Vorschub

Der Mechanismus (und meist auch der Knopf), der das Filament durch den Stift zur Düse bewegt. Drückt das Kind den Vorschub, kommt Material, lässt es los, stoppt der Fluss. Greift der Vorschub nicht, liegt es fast immer an einem schief abgeschnittenen oder zerdrückten Filamentende, gerade abschneiden und neu einführen hilft.

Häufige Fragen

Was sind die drei wichtigsten Begriffe vor dem Kauf?

PCL, Oberflächentemperatur und EN 71. PCL ist das niedrig schmelzende Material, das ein Kinderstift verarbeiten sollte. Die Oberflächentemperatur ist die Sicherheitszahl, die zählt, am besten unabhängig geprüft statt nur angegeben. Und die EN 71 ist die europäische Spielzeugnorm, nach der geprüfte Modelle wie Pen'Up getestet sind.

Was ist der Unterschied zwischen Schmelz- und Oberflächentemperatur?

Die Schmelztemperatur beschreibt das Material: PCL wird bei etwa 60 Grad weich. Die Oberflächentemperatur beschreibt das Gerät: wie warm die Flächen werden, die eine Kinderhand tatsächlich berührt. Pen'Up erreicht hier 35 Grad, im Labor geprüft, etwa Körpertemperatur.

Wer diese Begriffe kennt, liest jede Produktseite mit anderen Augen und erkennt schnell, was belegt ist und was nur behauptet wird. Den vollständigen Vergleich der Modelle findest du im Test und Vergleich, und den geprüften Niedertemperatur-Stift mit den Fil'Up Nachfüllungen auf penup3d.com.

Zu penup3d.com

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